Eine Reise zu den Ureinwohnern Borneos und nach Kuala Lumpur

21. Mai bis 03.Juni 2004

Selamat Datang ! Willkommen in Malaysia !

Malaysia ist ein exotisches Urlaubsparadies inmitten Südostasiens. Die Gesamtfläche dieses Landes beträgt 330.000 Km² und setzt sich aus der malaiischen Halbinsel sowie zwei weitern Bundesstaaten (Sabah und Sarawak) im Norden Borneos zusammen. Die Flora und Fauna ist einzigartig.

Malaysia hat ca. 23 Millionen Einwohner aus vielen verschiedenen Volksgruppen und Kulturen. Neben der Staatsreligion ,dem Islam, sind Christentum, Buddhismus, Hinduismus und die Religionen der Ureinwohner vertreten.

Offizielle Landessprache ist Bahasa Malaysia, aber erste Geschäftssprache ist Englisch.

Malaysia ist eine parlamentarische Wahlmonarchie. Staatsoberhaupt ist der König. Die Regierung führt der Premierminister an, welcher dem Parlament verantwortlich ist.

Impressionen03

Hier  mein Reisebericht über die Erlebnisse unterwegs zu den Ureinwohnern Sarawaks, den Iban, und einem anschliessenden Stopover in der Millionenstadt Kuala Lumpur.

21.- 23. Mai 2004

Hotel_Kuching

HOTEL HOLIDAY INN , KUCHING

Am Abend des 21.Mai starten wir von Dresden via Frankfurt zu unserem etwa 12-stündigen Flug nach Kuala Lumpur. Nach dem wir dort gegen 15 Uhr am nächsten Tag angekommen sind, erfolgt unser Transfer zum zentral gelegenen Hotel “Corus”. (Transfer sollte im voraus gebucht werden, da der Flughafen etwa 70 Km von der Innenstadt etnfernt ist). Am Abend erkunden wir noch ein wenig die nähere Umgebung, essen gemütlich zu Abend und geniessen ein Bierchen an der Hotelbar. Am Morgen des 23.Mai erfogt dann wieder der Transfer zum Flughafen und wir fliegen ca. 1 1/2 Stunden nach Kuching auf der InAmsel Borneo, wo wir die nächsten 2 Nächte übernachten werden. 

Borneo
Borneo_Natur

Borneo ist mit 754770 km² die drittgrösste Insel unserer Erde. Davon gehören 550848 km² zu Indonesien, 198157 km² zu Malaysia (Sarawak und Sabah) und 5765 km² zu Brunei.

Der größte Teil ist unzugänglich und mit tropischem Regenwald bedeckt. Hier war die Heimat der Orang- Utans, die leider fast ausgerottet wurden. Erst heute versucht man in verschiedenen Auswilderungsstationen die Tiere zu retten.

Sarawak, unser eigentliches Reiseziel, ist der drittgrösste Bundesstaat Malaysias und liegt am nordwestlichen Zipfel Borneos. Es ist ein Land der ausgedehnten Ur-Regenwälder, majestätischer Berge, Höhlen, einzigartiger Flora und Fauna sowie die Heimat diverser ethnischer Völker. Kuching (Katzenstadt) ist die Hauptstadt von Sarawak. Hier beginnt unser Abenteuer.

Unsere Unterkunft in Kuching ist das Hotel “Holiday Inn”. In den Einkaufs - Centern kann man günstig einkaufen. Am Lemak-River gibt es abends viele kleine Garküchen und Restaurants, wo man gut und preiswert essen kann. Ein Spaziergang entlang des Flusses nach Sonnenuntergang ist ein Erlebnis.

Kuching_3
Katzenstadt_Kuching
Kuching_Am_Fluss02

24. Mai 2004

Nach dem Frühstück starten wir zu einer Stadtrundfahrt durch die “Katzenstadt” Kuching. Kuching ist die Hauptstadt der Provinz Sarawak und hat inzwischen über 430.000 Einwohner. Wir besuchen das Sarawak-Museum, machen noch mal Halt an der 1994 erbauten Uferpromenade und besichtigen schliesslich noch das geschichtsträchtige  “Fort Margherita”. In einem chinesischem Restaurant nehmen wir dann unser Mittagessen ein.

Uran_Utan

Am Nachmittag fahren wir zu einer etwa 1/2 Stunden von Kuching entfernten Orang Utan - Auswilderungsstation. Hier versucht man in Gefangenschaft geborene Tiere wieder an die heimische Umgebung im Regenwald zu gewöhnen, um sie dann später wieder in ihre ursprüngliche Umgebung zu entlassen und so den Bestand dieser inzwischen vom Aussterben bedrohten Tierart zu erhöhen. 

Tempel_Kuching
Kuching_Wahrzeichen

Ein Höhepunkt für die angereisten Touristen ist die täglich um 15 Uhr stattfindende Fütterung der Affen. Wegen eines heraufziehenden Gewitters haben wir Pech , denn die Orang Utans lassen sich am Fütterungsplatz nicht blicken. Aber zum Programm gehört eben auch, dass man den Tieren die Entscheidung überlässt.

25.Mai 2004

Start_zum_Langhaus

Nach dem Frühstück beginnt endlich das eigentliche Abenteuer unserer Reise. Wir packen eine leichte Reisetasche für die nächsten 2 Tage und lassen das restliche Gepäck im Hotel zurück. Es ist eine längere Strecke von Kuching bis zum Rand des Dschungels. Unterwegs kaufen wir auf Anraten unseres Reiseführers noch ein paar Geschenke für unsere nächsten Gastgeber. Dabei ist es besonders wichtig von allen Dingen mindestens 2 Paar, auf jeden Fall aber eine teilbare Menge, dabei zu haben. Grund hierfür ist, dass die Iban in einer Art Grossfamilie leben und alles gerecht unter den Stammes- angehörigen aufteilen. Wie das funktioniert, sehen wir später noch ganz genau.

Gegen 16 Uhr kommen wir schliesslich am Fluss an, wo man uns schon erwartet. Mit dem Einbaumboot werden wir von den Iban durch den dichten und fast unberühretn Regenwald gefahren. Wegen des geringen Wasserstandes müssen wir zwischendurch öfter aussteigen und helfen das Boot ein Stück zu schieben. Abenteuer pur!

Markt
Auf_dem_Fluss
Iban_Langhaus

Nach etwa einer 3/4 Stunde kommen wir dann am Langhaus der Ureinwohner an. Unsere Gastgeber sind die Iban, eine von etwa 60 Volksgruppen, die im Regenwald Sarawaks leben. Die Iban umfassen ca. 560.000 Angehörige und leben in Grossfamilien in Langhäusern zusammen. Stammesoberhaupt ist jeweils der Medizinmann. Die Arbeit wird unter den Familien gerecht verteilt. Hauptsächlich ernähren sich die Menschen von Früchten und Wurzeln und gehen mit dem Blasrohr auf die Jagd nach Affen, Rehen, Wildschweinen und kleinen Tieren. Noch bis vor wenigen Jahren war auch die Kopfjagd Teil ihres Lebens.

Kopfgeldjaeger
Im_Langhaus_4
Trophaeen

IM  LANGHAUS

oben: TOTENKÖPFE ALS TROPHÄEN DER JAGD

LANGHAUS DER IBAN

AUF DEM FLUSS

URANG UTAN AUSWILDERUNGSSTATION

KUCHING

In “unserem “ Langhaus leben 23 Familien der Iban. Für uns Touristen ist direkt neben dem Langhaus ein kleiner Anbau geschaffen worden, welcher jedoch auch sehr primitiv wirkt. Erst mal inspizieren wir unsere künftigen Schlafstellen und die einfachen und gewöhnungsbedürftigen sanitären Einrichtungen. Anschliessend werden wir von unserem Reiseleiter durch das Langhaus geführt und erfahren dabei interessante Dinge über die Lebensweise dieser Menschen.

Im_Langhaus_2
Im_Langhaus
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IM  LANGHAUS

MEINE  SCHLAFSTÄTTE

Während wir uns das Langhaus und dessen Umgebung ansehen, bereiten die Iban unser Abendessen vor. Reis und in Maiskolben gegartes Fleisch und Gemüse. Ganz lecker, und schliesslich haben wir nun auch grossen Hunger.

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Iban_Michael

Gegen 20:30 Uhr werden wir vom Häuptling der Iban - Familien herzlich begrüsst. Mit Reiswein stossen wir auf die Gastfreundschaft an und die Iban zeigen uns einige Stammestänze. Die Musik dazu ist etwas eigenartig für unsere Ohren, aber interessant ist die Vorführung schon. Letztlich ist es dann auch an uns, unsere Geschenke zu überreichen und wir werden Zeuge , wie absolut gerecht alles unter den anwesenden Familien aufgeteilt wird. Erst als alles gerecht verteilt ist, werden die Sachen dann in die separaten Räume der Familien gebracht. Die Kinder sind jedenfalls begeistert.

Noch mehrmals ertönt an diesem Abend der Trinkspruch der Iban: “Aaaa Huuu  Aaaa Huuu Aaaa Huuu” . Spät abends geht`s dann zurück zu unseren Schlafstätten um die Nachtruhe einzunehmen Die Geräuschkulisse der Tiere des Regenwaldes bleibt uns wahrscheinlich ewig in Erinnerung - ein Erlebnis, das man nicht in Worte fassen kann.

Durch ein ununterbrochenes lautes Krähen der Hähne der Ibans werden wir gegen 07.00 Uhr aus dem Schlaf geweckt. Um 8.00 Uhr gibt es Frühstück und anschliessend führt man uns in die Kunst des Blasrohrschiessens ein. Jeder darf sich dann auch mal darin versuchen. Gar nicht so einfach zu treffen!!

Mit einem erfahrenen Iban machen wir einen Waldspaziergang und lernen einiges über die hiesige Fauna und Flora und auch über die Ernährungsgewohnheiten der Waldmenschen.

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Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Einbaumboot noch tiefer in den dichten Regenwald hinein, um einen weiteren , 13 Familien umfassenden Stamm der Iban in ihrem Langhaus zu besuchen. Hier ist dann alles noch primitiver und einfacher - man fühlt sich in eine ferne Zeit zurück versetzt. Erst jetzt lernt man die Errungenschaften unseres hiesigen Lebens wert schätzen. Auch hier werden wieder Geschenke verteilt und nach einer Besichtigung des Langhauses geht`s zurück zu “unserem” Stamm.

Am heutigen Abend sind wir beim eigentlichen Oberhaupt des Stammes, dem Schamanen, eingeladen. Wir dürfen dessen Wohnung besichtigen und der Schamane erzählt und ein paar spannende Geschichten aus dem Leben seines Stammes. Wie man noch vor wenigen Jahren völlig ohne Strom lebte, noch keine Touristen für Abwechslung (und auch besseres finanzielles Einkommen) sorgten, aber auch den negativen Folgen der Öffnung hin zur Zivilisation (z.B. Alkohol und Krankheiten). 

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27. Mai 2004

Heute nehmen wir Abschied von den Iban. Es regnet wie aus Eimern, aber wir müssen schliesslich doch los. Mit den Einbaumbooten bringt man und zurück zu unserem Ausgangspunkt am Fluss. Als wir dort ankommen, sind wir völlig durchnässt. Kein trockenes Teil mehr am Körper.

Während unserer Busfahrt zurück nach Kuching trocknen endlich die Sachen wieder ein wenig. Gegen 16 Uhr kommen wir in Kuching an. Dort nehmen wir unser hinterlassenes Gepäck wieder auf und fahren anschliessend gleich weiter zum Meer, wo unser Hotel für den Badeaufenthalt schon auf uns wartet.

Langhaus

28. Mai bis 01. Juni 2004

Im Holiday Inn Damai Lagoon Hotel verbringen wir die nächsten 5 Tage einen geruhsamen Strandurlaub.  Das Hotel liegt direkt an einer schönen Sandbucht am südchinesischen Meer.

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HOTEL DAMAI LAGOON

Wir erholen uns am Strand oder am Hotelpool und entspannen bei einer Massage. Abends kann man im Hotel essen - preiswerter und wesentlich leckerer ißt man aber im etwa 10 km vom Hotel entfernten chinesischen “Palm Garden Seafood Restaurant” . Man nimmt sich am besten ein Taxi und lässt sich hinbringen.

Am dritten Tag haben wir dann noch einen Ausflug in den “Bako National Park” gebucht. Von unserem Hotel aus fahren wir ein Stück mit dem Bus, um dann in ein Boot umzusteigen, denn nur auf diese Weise ist der Park erreichbar. Sarawaks ältester Nationalpark wurde im Jahr 1957 gegründet und ist bekannt für seine außerordentliche Vielfalt und den Kontrast seiner Landschaft und seiner Lebensräume. Die üppige Vegetation besteht aus 7 Ökosystemen, vom Mangrovenwald direkt am Meer bis zum wüstenartigen Plateaus ganz oben.

Bako_National_Park_Mangrovenwald
Tierwelt
Bako_National_Park_3
Tierwelt_2

BAKO  NATIONAL  PARK

Die Wanderungen im National Park sind recht anstrengend, man sollte also ganz gut zu Fuss sein. Dafür wird man aber reichlich belohnt. So sehen wir die bekannte fleischfressende Kannenpflanze, viele verschiedene Affengattungen, Riesenspinnen, nichtstechende Bienenvölker, Riesenechsen, Bartschweine, sonderbare grosse Ameisen u.v.a.m. 

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Massagen02

In unmittelbarer Nähe unseres Hotels (ca. 10 Minuten Fussweg) befindet sich das “Sarawak Cultural Village” Dieses “Living Museum” präsentiert in originalgetreu erbauten Häusern die Handwerks- und Hausgeräte sowie Musikinstrumente der sieben bedeutendsten Volksgruppen Sarawaks. Täglich finden um 11.30 und 16.30 Uhr farbenprächtige Tanzvorführungen statt. Das Museum ist in jedem Fall einen Besuch wert!

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Borneo_Impressionen
Borneo

01. Juni 2004

PETRONAS TOWERS, KUALA LUMPUR

Heute heisst es Abschied nehmen von Borneo. Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen Kuching und starten um 09.15 Uhr zu unserem Flug nach Kuala Lumpur. Hier haben wir noch 2 Tage, um uns diese Stadt ein wenig genauer anzusehen.

 

Für unsere Unterkunft haben wir uns das zentral gelegene Hotel “Coral” ausgesucht. Von hier aus hat man direkten Blick auf das Wahrzeichen von Kuala Lumpur - die Petronas Twin Towers. Am Nachmittag laufen wir zu den berühmten Türmen. Mit 451,5 Metern Höhe waren die Petronas Twin Towers noch bis vor kurzem die höchsten Gebäude der Welt. Auf einer Brücke zwischen den beiden Türmen befindet sich eine Aussichtsplattform. Allerdings begrenzt man die Besucher auf täglich 500 Personen und für den heutigen Tag ist die Zahl schon erreicht.

So nehmen wir uns ein Taxi und fahren zum Fernsehturm “Menara”. Mit einer Höhe von 421 Metern ist Menara eines der höchsten Türme aus Beton und der vierthöchste Fernsehturm der Welt. In einer Höhe von 276 Metern befindet sich eine Aussichtsplattform und ein Drehrestaurant, in welchem man gut essen und dabei zugleich den wunderbaren Blick auf Kuala Lumpur geniessen kann.

Kuala_Lumpur
Kuala_Lumpur_1

Gleich nach dem Frühstück begeben wir uns noch mal zu den Petronas und besorgen und die Karten für die “Skybridge” (Aussichtsplattform auf der Brücke zwischen den Türmen in Höhe der 41. Etage).

Wir bekommen die Karten für die Auffahrt um 13.45 Uhr

Petronas
Petrona_Towers

Anschliessend besichtigen wir noch den Stadtteil Chinatown. Für die Rückfahrt zu unserem Hotel am Abend nehmen wir diesmal die U-Bahn.

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Vogelpark_KUL

So fahren wir erst erst einmal zum weltgrössten Vogelpark. Inmitten eines riesigen Naturparadieses findet man hier hunderte von Vogelarten. Anschliessend gehts zurück und wir geniessen endlich den atemberaubenden Blick auf Kuala Lumpur von der Brücke zwischen den Zwillingstürmen. Klasse!

Gegen 16.30 Uhr haben wir unseren “Late - Check- Out” im Hotel und den Transfer zum Flughafen.

Unsere schöne Reise endet leider mit dem Flug nach Deutschland um 20.50 Uhr. Am 03. Juni kommen wir am frühen Morgen in Frankfurt an und fliegen dann gleich weiter nach Dresden. 

Selamat Datang Malaysia !

Nützliche Reiseinformationen zu Malaysia als PdF :                                

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Infos zu Kuala Lumpur: 

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