St. Petersburg

23. bis 27. September 2009

Sankt Petersburg, Petrograd, Leningrad und nun wieder Sankt Petersburg - die erst 300 Jahre alte Stadt hat schon eine eindrucksvolle Geschichte hinter sich. Die heute nördlichste Millionenstadt der Welt wurde 1703 von Peter dem I. gegründet. Damals errichtete man auf dem Boden der morastigen Haseninsel die Peter Pauls Festung, um sich damit den direkten Zugang zur Ostsee zu sichern.

Nach und nach setzten ausländische Architekten, Ingenieure und Künstler den Traum des Zaren von einem “Fenster zum Westen” in die Tat um. Wegen der zahlreichen Kanäle, Flussarme und den mehr als 40 Inseln wird die Stadt auch “Venedig des Ostens” genannt. Wegen der aussergewöhnlchen Schönheit ist St.Petersburg heute Kulturhaupstadt Rußlands.

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Nachfolgend einige Impressionen von meiner Reise nach St.Petersburg im September 2009. Die hohen Erwartungen wurden keinesfalls enttäuscht, im Gegenteil ! Danke dem Veranstalter DERTOUR für die tolle Organisation der Reise und unserer persönlichen Reiseleiterin Tatjana.

Tatjana_und_Boris
Hotel_Ansicht

Nach Ankunft auf dem Flughafen werden wir schon von unserer Reiseleiterin Tatjana und unserem Busfahrer Boris begrüßt. Anschließend geht es zu unserem Hotel “Pribaltijskaja” direkt am finnischen Meerbusen.

Hotel Park Inn Pribaltijskaja

Tatjana & Boris

Das 4- Sterne- Hotel liegt zwar etwas ausserhalb am Meer, bietet aber dennoch genug Komfort und eignet sich sowohl für den Geschäftsreisenden als auch für Touristen. So sind auch stets viele Reisegruppen in diesem Hotel untergebracht.

24. September 

Am Vormittag lernen wir auf einer Stadtrundfahrt einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen.

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Stadtrundfahrt-2
Admiralitaet

Erster Halt ist an der Admiralität. Peter der I baute hier 1711 eine befestigte Werft, um die noch junge Stadt vor den Angriffen der Schweden zu schützen. Die goldene Spitze ist eines der Wahrzeichen der Stadt und bildet den Schnittpunkt der drei großen Prospekte.

An der Uferpromenade der Newa gelangt man zur Börse und zu den sehenswerten Rostra - Säulen, von den Petersburgern auch “Streika” (Zünglein) genannt. Die Streika teilt hier die Newa in die Große und die kleine Newa. (rechts)

ADMIRALITÄT

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Auf dem Isaaks-Platz wurde in den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts Markt abgehalten. An der Ostseite befindet sich das schmucke Hotel “Astoria” - eine der besten Hoteladressen der Stadt. In der Mitte steht das Reiterstandbild Zar Nikolaus I. An der Südseite findet man den sehenswerten Marienpalast. Das absolute Highlight des Platzes ist aber sicher die Isaakskathedrale.

ISAAK - PLATZ

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Isaak_Kathedrale

ISAAK - KATHEDRALE

Die wohl schönste Kirche der Stadt ist der drittgrößte sakrale Kuppelbau der Welt. Mit 4000 m² Fläche bietet sie Platz für 14000 Gläubige. Die Kirche wurde erbaut nach den Plänen des Architekten Auguste Montferand im Auftrag von Zar Alexander I. Blickfang der aus rotem Granit und grauem Marmor erstellten Kathedrale ist die imposante mattgoldene Kuppel mit einem Durchmesser von 26 Metern. Der Innenraum ist üppig mit verschiedenen Mineralien, zahlreichen Marmorarten und Halbedelsteinen ausgeschmückt. Zahlreiche Bilder, Skulpturen und Mosaiken der besten Künstler der damaligen Zeit vervollständigen die Pracht im Inneren der Kathedrale.

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PANZERKREUZER  AURORA

Vom Panzerkreuzer Aurora ging am 25. Oktober 1917 das Signal zum Sturm auf das Winterpalais aus, dem Beginn der russischen Oktoberrevolution. Von hier aus sollte sich der Sozialismus in der ganzen Welt ausbreiten. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 musste man sich aber vorerst von diesem Traum verabschieden. Seit 1956 ist der Panzerkreuzer ein Museum.

Blutskirche
Russisches_Museum
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RUSSISCHES MUSEUM

KASAN - KATHEDRALE

BLUTSKIRCHE  (ERLÖSERKIRCHE)

Die toll anzusehende , von 1883 bis 1907 erbaute und mit zahlreichen Mosaiken verzierte Christi - Auferstehungskirche erinnert an die Moskauer Basilius- Kathedrale und wird auch “Erlöserkirche auf dem Blute”, oder kurz “Blutskirche” genannt. Sie steht genau an der Stelle, an der auf Kaiser Alxander II. am 01.März 1881 ein tödliches Attentat verübt wurde.

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Unser Mittagessen nehmen wir im innerstädtischen gemütlichen Restaurant “Bremen” zu uns. Heute und an den kommenden Tagen haben wir die Gelegenheit einige typisch russische Spezialitäten zu verkosten. Dazu zählt u.a. Russischer Borschtsch - eine kräftige Suppe, bestehend aus Fleischbrühe und Rindfleisch, Zwiebeln, Weißkohl, Kartoffeln und Rote Beete. Besonders lecker sind auch die “Blini” - russische Hefepfannkuchen.

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Die Grundsteinlegung der Peter- und Paul-Festung auf der Haseninsel gilt als Geburtsstunde von St. Petersburg. Heute ist die Festungsanlage mit den Gebäuden und den zahlreichen Museen touristischer Anziehungspunkt. Um den Petersburgern die genaue Uhrzeit mitzuteilen, wir seit dem 18. Jahrhundert täglich um 12 Uhr mittags auf der Festung ein Kanonenschuss abgefeuert.

Das prunkvolle Innere der Peter- Paul-Kathedrale (siehe unten) beherbergt die Särge der Romanow - Zaren von Peter dem Grossen bis Nikolaus II. Prunkvoll sind die schönen Wandmalereien und Trophäen aus dem Nordischen Krieg.

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PETER PAULS FESTUNG

PETER PAULS KATHEDRALE (INNEN)

St. Petersburg besteht aus über 100 Inseln und ist durch eine Vielzahl von Kanälen und Flüssen vernetzt. Eine gewisse Ähnlichkeit mit Venedig kann nicht bestritten werden - deshalb bezeichnet man die Stadt auch manchmal als “Venedig des Nordens”. St. Petersburg hat auch weltweit die meisten Brücken - 315 davon direkt im Stadtgebiet. Während einer Bootsfahrt lernen wir zum Abschluss der heutigen Rundfahrt die Stadt vom Wasser aus kennen. Es geht vorbei an grandiosen Baudenkmälern; immer wieder tauchen wir durch die manchmal ziemlich niedrigen Brücken um gleich danach wieder mit neuen Eindrücken belohnt zu werden. Ein ganz besonderes Erlebnis !

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25. September 

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ERIMITAGE

Höhepunkt des heutigen Tages ist der Besuch der Eremitage. Das in Russland heute am meisten frequentierte Museum ist im Winterpalast mit vier angrenzenden Gebäuden untergebracht.

Im Jahr 1764 liess Katharina II in einem neuen Flügel des Winterpalastes eine aus 225 Bildern bestehende Sammlung unterbringen, die sie in Berlin von dem Antiquitätenhändler Johann Gotzkowski erworben hatte. Heute verfügt das Museum über einen Bestand von ca. 2,7 Millionen Exponaten, darunter Bilder, Skulpturen, Münzen und zahlreiche andere Kunstgegenstände. Die Fläche beträgt insgesamt neun Hektar. Etwa 3 Millionen Menschen besuchen jährlich dieses Museum, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Leider haben wir nur den Vormittag Zeit, um uns einen kleinen Teil des riesigen Museums anzusehen - sind aber begeistert von den vielen Kunstschätzen. Man hat mal ausgerechnet: Wenn ein Besucher vor jedem Kunstwerk nur einige Sekunden stehen bliebe, würde er etwa 70 Jahre benötigen, um sich alles anzusehen.

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Mittagessen-Restaurant_Petrsburg
Alexander_Newski_Kloster

Unser Mittagessen lassen wir uns im gemütlichen Restaurant             “St.Petersburg” schmecken.

Am Nachmittag besichtigen wir das Alexander - Newski - Kloster, welches 1710 von Peter dem Grossen genau an der Stelle begründet wurde, an der angeblich der russische Nationalheld und Heilige der russisch - orthodoxen Kirche, Alexander Newski, die Schweden besiegte. Das Kloster erhielt 1797 den Rang eines Lawra, den höchsten Rang, den ein Kloster einnehmen kann. Das Kloster wird heute wieder kirchlich genutzt, ist aber trotzdem öffentlich zugänglich.

Direkt neben dem Kloster befinden sich der Tichwiner Friedhof und der Lazarus-Friedhof, die beiden ältesten Friedhöfe der Stadt. Hier befinden sich die Ruhestätten bedeutender russischer Persönlichkeiten, Künstler, Musiker und Dichter. Zum Beispiel Andrej Sacharow, Mussorsgi, Lomonossow, Dostojewski u.a. 

Friedhoefe
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Später haben wir noch Zeit auf dem Newski-Prospekt ein wenig zu schoppen. Die Strasse ist die Petersburger Einkaufs- und Flaniermeile. Der Newski- Prospekt hat eine Länge von ca. 4,5 Km, eine Breite von bis zu 60 Meter und verbindet die Admiralität mit dem Alexander - Newski - Kloster.

Mit der Petersburger Metro fahren wir am Abend zurück zu unserem Hotel. 

Alexander Newski Kloster

NEWSKIJ PROSPEKT

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Metro1

26. September 

Puschkin

Etwa 20 Kilometer südlich von St.Petersburg befindet sich das Städtchen Puschkin mit der Zarenresidenz , dem Katharinenpalast mit dem darin befindlichen rekonstruierten Bernsteinzimmer.

Katharina die Große beauftragte den italienischen Hofarchitekten Rastrelli mit dem Bau eines Palastes. Zwischen den Jahren 1755-56 entstand so der Katharienenpalast, umgeben von einem prunkvoll gestalteten Park mit Kapellen, Pavillions und Lauben.

Bekannt wurde der Palast aber in erster Linie mit dem legendären Bernsteinzimmer.

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Im Inneren des Palastes befinden sich zahlreiche prunkvoll gestaltete Räume. Besonders sehenswert sind neben dem Bernsteinzimmer beispielsweise der Kavaliersspeiseraum, der Große Thronsaal, der Bildersaal und der Portraitsaal. Soviel Gold, Prunk und Kunst findet man wohl selten auf einen Ort vereint. Wir sind alle begeistert und beeindruckt.

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BERNSTEINZIMMER

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Am Nachmittag geht es dann noch zur prächtigen Gartenanlage “Peterhof”, ca. 30 Km von St. Petersburg entfernt.

Peterhof, der wohl berühmteste Zarenpalast, diente als Sommerresidenz der Zarenfamilie. Mit dem Bau des Schlosses begann man 1714. Sein heutiges Aussehen verliehen ihm die Arbeiten im Jahre 1745, welche die Handschrift des Architekten Rastrelli tragen. Für die Parkgestaltung zeichnen vor allem die Architekten Johann Braunstein, Andreas Schlüter und Jean-Baptiste Leblond verantwortlich.

Die Brunnenanlage besteht aus 64 Brunnen, über 250 Statuen und vergoldete Reliefs. Vorbild der gesamten Parkanlage war das französische Versailles. Der Seekanal verbindet den großen Palast mit der Ostsee. Im Zentrum der Kaskade steht die Fontäne “Samson reißt dem Löwen den Rachen auf”. In den weitläufigen Parkanlagen befinden sich viele weitere Schlößchen und Pavillions. Alles ist dem Thema “Wasser” untergeordnet und bemerkenswert ist deshalb vor allem, dass es keine einzige Pumpe gibt - der Wasserdruck entsteht allein durch das Gefälle zwischen Speicherseen und Kaskaden.

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Peterhof_Skulptur

PETERHOF

27. September 

Heute heißt es leider Abschied nehmen von St. Petersburg. Es bleibt noch Zeit für letzte Souvenireinkäufe bevor wir am späten Nachmittag unseren Rückflug antreten.

 

Spassiba i Do Swidanja

Bruecken
Torbogen
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Flagge Russland
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Isaak_Kathedrale_Banner